Die Idee nimmt Gestalt an
Der Münchner Stadtrat beschließt die Gründung einer eigenen Gesellschaft für Park & Ride. Ziel ist es, den Ausbau und Betrieb der komplexen P+R Infrastruktur professionell zu organisieren.
Von der Gründung der Gesellschaft bis zum heutigen Mobilitätsdienstleister der Landeshauptstadt München
Der Münchner Stadtrat beschließt die Gründung einer eigenen Gesellschaft für Park & Ride. Ziel ist es, den Ausbau und Betrieb der komplexen P+R Infrastruktur professionell zu organisieren.
Am 19. März wird der Gesellschaftsvertrag notariell beurkundet. Im August folgt der Eintrag ins Handelsregister. Die P+R GmbH ist damit die erste Gesellschaft in Deutschland, die sich dem professionellen Betrieb von Park & Ride widmet.
Mit der Eröffnung der P+R Anlage Fröttmaning beginnt die operative Tätigkeit. Gleichzeitig übernimmt die Gesellschaft Betrieb und Unterhalt der ersten P+R Anlagen.
Die P+R GmbH übernimmt weitere bestehende P+R Anlagen der Landeshauptstadt. Damit wächst das Angebot auf rund 4.800 Stellplätze.
Mit dem Forschungsprojekt MOBINET engagiert sich die P+R GmbH erstmals intensiv in der Weiterentwicklung von Park & Ride und Bike & Ride. Daraus entstehen unter anderem neue Konzepte für Parkinformation und Fahrradparken.
Ab Herbst werden der grenzüberschreitende Linienverkehr von Bussen und andere Busfahrten im Reiseverkehr über die Busterminals in Fröttmaning und Heimeranplatz abgewickelt. Seit Eröffnung des ZOB im Jahr 2009 konzentriert sich das Busgeschäft auf den Standort Fröttmaning.
Eine gestaffelte Entgelterhebung wird eingeführt. Ein bundesweit neues Konzept, das zunächst auf sieben Anlagen erprobt wird. Ziel ist es, die Nutzung zu steuern, Fehlbelegungen zu reduzieren und einen Teil der Betriebskosten zu finanzieren. Ab 2003 wird das System auf nahezu alle Anlagen ausgeweitet.
In Kieferngarten entsteht das erste von der P+R GmbH errichtete Münchner Fahrradparkhaus. Es bietet 280 Stellplätze und verfügt über eine moderne Doppelstockanlage.
In Unterföhring übernimmt P+R erstmals den vollständigen Betrieb einer Anlage außerhalb Münchens einschließlich der Entgelterhebung.
Rund um die Allianz Arena wird Fröttmaning als P+R Anlage und zu P+R-schwachen Zeiten zusätzlich für den Eventverkehr genutzt. Später kommen weitere Standorte hinzu. P+R übernimmt die Parkabwicklung bei Großveranstaltungen, darunter die Fußball-Welt- und Europameisterschaft, Champions-League-Finale, NFL-Spiele und Konzerte u.v.m.
P+R übernimmt drei städtische Anwohnergaragen, darunter die bundesweit einzige automatische Anwohnergarage an der Donnersbergerstraße.
Mit mehr als 1.000 zusätzlichen Stellplätzen wird das Angebot des CityParkens in München erweitert. Dazu gehören unter anderem Standorte an der Münchner Freiheit und Elisenstraße. Später kommt auch der Bereich rund um den Audi Dome (heute BMW-Park) hinzu.
Die P+R GmbH übernimmt den Betrieb der B+R Anlage am Pasinger Bahnhof mit insgesamt 1.155 Fahrradstellplätzen an der Josef-Felder-Straße und in einer unterirdischen Fahrradgarage. Damit betreut P+R ihre bis dahin größte Fahrradabstellanlage.
Mit der Übernahme baut die P+R GmbH ihr Geschäftsfeld B+R kontinuierlich aus. Neben dem Betrieb der P+R Anlagen übernimmt sie zunehmend auch den Betrieb öffentlicher Fahrrad-Doppelstockanlagen an Münchner S- und U-Bahnhöfen.
Mit Daglfing und Aubing plant und errichtet die P+R GmbH erstmals eigene P+R Anlagen. Damit übernimmt sie erstmals auch Verantwortung für die Entwicklung und Umsetzung neuer Standorte.
Abgestellte, herrenlose und nicht mehr verkehrstaugliche Fahrräder werden aus den städtischen Fahrradabstellanlagen entfernt.
Die Aktion wird auf herrenlose Fahrräder auf öffentlichen Gehwegen und dem Straßenbegleitgrün innerhalb des Mittleren Rings ausgeweitet. Das Gebiet wird dafür in mehr als 600 Abschnitte aufgeteilt.
Ein Pilotprojekt ermöglicht es, das Auto an ausgewählten P+R Anlagen abzustellen und den letzten Wegabschnitt mit dem Fahrrad zurückzulegen.
An der S-Bahn Allach entsteht eine moderne unterirdische P+R Anlage mit 126 Stellplätzen für Autos und rund 400 Fahrradstellplätzen. Auch die Elektromobilität wird berücksichtigt.
Am Viehhof in Sendling eröffnet München den ersten Radlogistik-Hub der Stadt. Der Hub schafft eine zentrale Anlaufstelle für die klimafreundliche Zustellung auf der letzten Meile. Von hier aus werden Pakete sowie Waren und Paletten mit E-Lastenrädern in die Stadt gebracht. So können Lieferverkehre gebündelt und Wohngebiete vom Autoverkehr entlastet werden.
Die P+R GmbH übernimmt die Verwaltung und den Betrieb des Radlogistik-Hubs und erweitert damit ihr Engagement für innovative und nachhaltige Mobilitäts- und Logistiklösungen.
Am U- und S-Bahnhof Neuperlach Süd eröffnet ein neues P+R Parkhaus mit 770 Stellplätzen. Mit 80 Ladepunkten für Elektroautos (Stand: September 2026) und einer Photovoltaikanlage verbindet die Anlage Parken mit moderner Infrastruktur.
Am Heimeranplatz startet das ticketlose Parken. Das Kennzeichen wird bei der Einfahrt erfasst, sodass kein Papierticket mehr erforderlich ist.
Auf allen unbeschrankten P+R Anlagen wird ticketloses Parken ermöglicht. Das Kennzeichen wird am Parkscheinautomaten eingegeben, anschließend kann direkt auf den öffentlichen Nahverkehr umgestiegen werden, ohne dass Kund*innen nochmal zurück zum Fahrzeug müssten, um ein Papierticket auszulegen.
Parkkarten sind vollständig online und digital erhältlich. Die Kennzeichenerkennung ermöglicht Ein- und Ausfahrt ohne Papierticket. Der Parkpreis wird über das hinterlegte Zahlungsmittel abgerechnet. Somit entfällt auch der Gang zum Kassenautomaten.
Auch Zehner- und Jahreskarten werden digitalisiert. Die Jahreskarte wird flexibel als Abo-Karte mit einer monatlichen Zahlung angeboten. Die Zehnerkarte wird zur Guthabenkarte und bietet auf beschrankten P+R Anlagen in allen Preisstufen einen 10-prozentigen Rabatt auf den Tagesparkpreis.
Das Fahrradparkhaus am Kieferngarten, Münchens älteste Fahrrad-Doppelstockanlage, wird nach mehr als 20 Jahren modernisiert. Gleichzeitig startet mit www.fahrradparken-muenchen.de eine neue digitale Informationsplattform rund um Bike & Ride in München.
Nach mehr als 34 Jahren als Geschäftsführer verabschiedet sich Wolfgang Großmann in den Ruhestand. Merle Bald-Gottwald übernimmt die Geschäftsführung.
Aus der 1992 gegründeten P+R Gesellschaft ist ein vielseitiger Mobilitätsdienstleister der Landeshauptstadt München geworden. P+R, Anwohnerparken, Bike & Ride und weitere Mobilitätsangebote gehören heute zum Aufgabenportfolio.